Geboren 1962 in Tel Aviv. Lebt und arbeitet in Brüssel und Berlin Eran Schaerfs Arbeiten gelten als schwierig, weil sie sich nicht schlüssig auf den Begriff bringen lassen, gleichzeitig aber dazu verführen, einen Schlüssel im Bereich des Wissens zu suchen; so wird auf Anschauung und Erfahrung verzichtet. Da liegt der Irrtum. Daß ein geschlossener Zusammenhang erwartet wird, legen sowohl die übergreifenden Ausstellungstitel nahe als auch die Gewohnheit, Rauminstallation als zentral organisiertes Ganzes wahrzunehmen. Schaerf folgt Wortspielen, keinen Ideen; er produziert Assoziationsketten, die direkt in die Ausstellungen hineinführen und nicht erklären. Witzige Wortkombinationen gelten ihm mehr als gedanklich lineare Abläufe.
Auszug aus dem Katalogtext »Der Transport der Dinge durch die Zeit« von Peter Herbstreuth