Im Archiv werden nicht-institutionelle Ausstellungsprojekte wie o zwei in Prenzlauer Berg und SOMA in Kreuzberg vorgestellt, die in den frühen 90er Jahren entstanden. Für die Künstler- und Kuratoreninitiativen, die mit ihren Aktivitäten seit Mitte der 90er Jahre hervortraten, stehen etwa shift e.V., plattform, Pavillon und loop – raum für aktuelle kunst.

Projektorientierte Ansätze und die Selbstorganisiation von Künstlerinnen und Künstlern in Netzwerken, wie sie für die Kunst der 90er Jahre charakteristisch sind, wurden in Berlin in unterschiedlichen Zusammenhängen verfolgt. An den Schnittstellen zwischen den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Architektur und Stadtplanung, Fernsehen und Internet, Party und Club operierten Vereine wie Botschaft (1990 – 1995) und [kunst und technik] (seit 1996). Als Orte für ihre Veranstaltungen dienten von den Mitgliedern betriebene Clubs in leerstehenden Gebäuden in Berlin-Mitte wie z.B. Friseur oder [kunst und technik]. Künstlerische Ansätze wurden mit politischen und sozialen Fragestellungen verknüpft und in verschiedene lokale Öffentlichkeiten getragen.

Darüberhinaus werden im Archiv auch Aktivitäten wie die seit 1989 von den Künstlerinnen und Künstlern der Gruppe »minimal club« herausgegebene Zeitung »A.N.Y.P. (Anti New York Pläne). Die Zeitung für zehn Jahre« oder Netzprojekte wie mikro e.V. und convex tv. vorgestellt.
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